Die Zeitschrift 'Saarland' hat ein Interview mit mir veröffentlicht.

 

 

Was fasziniert dich an Miss Peel?

In meinem Text auf meiner Homepage habe ich bereits meine Faszination für den Charakter aus Schirm, Scharm & Melone detailliert zum Ausdruck gebracht. Zum Beispiel, dass mich ihre extravagante Art sehr beeindruckt hat. Der abschließende Satz beschreibt es eigentlich am besten. Alle Männer wollten sie haben, alle Frauen wollten sie sein.

 

Seit wann arbeitest du als Domina?

Seit 3 Jahren.

 

Du bist regelmäßig in Studios in Köln und München, korrekt?

Genau, in Köln bin ich selbst auch daheim und bin dort in einem namhaften Studio anzutreffen. Da ich sehr gerne reise und mir die Stadt München gefällt, habe ich die Möglichkeit geschaffen, dass meine Gäste aus Süddeutschland mich auch ab und zu in ihrer Nähe besuchen können.

 

Wie bist du zu diesem Job gekommen? Wurde aus einem Hobby Berufung?

Nun ja, ich würde eher sagen, aus Neugier wurde eine Passion. Schon mit Anfang 20 machte ich eine spannende Erfahrung mit einem, ich sage mal, schmerzliebenden Gentlemen, und brachte ihn mit meinen knisternden Nylons unter dem Tisch in einem vornehmen Restaurant um den Verstand. Ich war total neugierig was ich mit meiner Art und meinem Aussehen noch so alles in den Männern auslösen kann und lebte mich einige Zeit später in einem renommierten Studio in Köln aus.

 

Ist dies dein Traumberuf?

Ganz kar, ja! Ich habe diesen Beruf aus voller Überzeugung zu meiner Passion gemacht. Die psychische Komponente ist für mich besonders reizvoll und ich liebe es im Spiel meine Machtposition zu genießen und genau das ist der Grund weshalb meine Gäste immer wieder zu mir kommen. Natürlich gibt es auch Dinge welche in meinem Beruf anstrengend sind, wie zum Beispiel Unzuverlässigkeit. Das macht das Spielen dann unnötig schwer. Jedoch wird das relativiert durch die Tatsache, dass ich mich durch meine Selbstständigkeit immer wieder neu erfinden kann und mich durch meine Kreativität im Spiel und in meiner Kleiderwahl jederzeit verwandeln kann wie ich es möchte. Ich wehre mich absolut gegen den oft bestehenden Dienstleistungsgedanken. Ich wehre mich deshalb dagegen, da ich mit meinen Neigungen klar angebe wer zu mir passt und wer nicht.

 

Musst du hart an dir und deinem Schweinehund arbeiten, um so auszusehen wie du aussiehst?

Ich mag es meinen Körper durch Sport zu formen. Da ich dabei zielstrebig und konsequent bin will mich mein Schweinehund nur selten besuchen.

 

Was fasziniert dich so sehr an dem Material Latex?

Ich fühl mich einfach sexy darin (lacht). Latex ist wie eine 2. Haut und da ich einiges für meinen Körper tue, zeige ich ihn auch ganz gerne. Das Material fühlt sich auf dem Körper unglaublich geschmeidig an und der Glanz gibt dem Ganzen optisch eine verführerisch elegante Note.

 

Hast du Angst vor dem Älterwerden?

Nein, ich habe keine Angst vor dem Älterwerden. Ich denke mit dem Älterwerden, wird man auch interessanter.

 

Wie oft hast du schon Situationen erlebt in denen du an Grenzen gestoßen bist?

An meine Grenzen oder an die meines Spielzeugs? An die meines Gegenübers stoße ich häufig, und es ist mein Bestreben genau an dieser Grenze zu kitzeln und sie gerne auch mal ein wenig zu verschieben. Meine Gäste sind oft sehr dankbar etwas völlig Neues, etwas vorher für sie unvorstellbares, erlebt zu haben. Beide können danach die Session mit Stolz verlassen. Meine persönliche Grenze sind bleibende Schäden und Intimkontakt. An diese Grenzen stoße ich nicht, da ich beides von vornherein ablehne.

 

Gibt es ein typisches Domina Studio-Klientel?

Aus Diskretionsgründen werde ich hier natürlich nicht detaillierter darauf eingehen. Aber man kann sage, dass sich das natürlich nicht jeder leisten kann. Ein typisches Klientel gibt es zwar nicht, denn von jung bis alt, besuchen uns verschiedenste Gäste. Jedoch glaube ich, dass man mit steigendem Alter seine Bedürfnisse klarer formulieren kann und weis was man im Studio erleben möchte. Ebenso steigt mit dem Alter auch meist der Mut.

 

Würdest du sagen, die Leute erwarten immer verrücktere, absurdere oder extremere Dinge von einer Domina? Oder ist da keine Tendenz/Entwicklung zu erkennen?

Da ich mich erst seit drei Jahren auf professioneller Ebene auslebe, steht es mir nicht zu das pauschal zu beurteilen. Mein Eindruck ist jedoch eher das Gegenteil. Der Trend geht anscheinend weg von der klassischen Englischen Erziehung. In den Spielen herrscht immer mehr der Wunsch nach einer erotischen Komponente.

 

Ist in deinen Augen, sich dominieren lassen, noch etwas Besonderes, in der - dank 50 Shades of Grey - Hausfrauen SM-Zeit?

Du fragst mich ob SM Gesellschaftsfähig wird? Nein, auch wenn es gerade versucht wird. Der wahre SM wird wohl immer im Verborgenen bleiben. In den Studios bedeutet das eigentlich nur, dass es eine Welle von Frauen geben wird, welche das Wunschdenken haben, die Geschichte des Filmes, ausleben zu können. Dies entspricht jedoch nicht der Realität, was auch der Grund sein wird, weshalb die meisten wieder schnell von der Bildfläche verschwinden werden. Da unsere Branche auf Vertrauen basiert, vermute ich, dass diese Welle dem qualitativ hochwertigen SM eher schaden wird. Vielen wird nicht bewusst sein, dass sie durch ihr ‚sich versuchen‘ Schaden bei einem Gast anrichten können. Da ich nur einen kurzen Ausschnitt gesehen habe, kann ich nicht explizit über den Film urteilen. Ich werde es aber demnächst nachholen um mitsprechen zu können, da mir diese Frage in letzter Zeit sehr häufig gestellt wird. Ich lebe täglich meinen eigenen spannenden Film aus und vielleicht werden meine Erlebnisse irgendwann auch zu einer Geschichte. Einer realen Geschichte.

 

Auf deiner Website hast du eine Amazon Wunschliste verlinkt. Funktioniert das? Wirst du oft beschenkt?

Ja, nicht selten, wenn ich ehrlich bin (lacht). Früher habe ich es verurteilt, wenn Damen das gemacht haben. Irgendwann habe ich jedoch begriffen, dass es für den Gentleman eine Möglichkeit ist, seine Verehrung auszudrücken. Zudem gibt es Menschen, welche sich nicht trauen mich zu besuchen und diesen Weg wählen mir ein Kompliment zu machen. So erlangen sie meine Aufmerksamkeit, denn ich bedanke mich gerne mal mit einem netten Foto auf Instagram.

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