Erstmals nahm ich dieses Jahr die Gelegenheit wahr, an der Venus in Berlin teilzunehmen. Einige meiner Eindrücke dieses Erotik Events könnt ihr hier nachlesen.

 

 

Die Erotikindustrie traf sich im Oktober 2016 zum 20. Mal in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin. Über 250 Aussteller aus 40 Ländern präsentierten sowohl klassische Erotikspielzeuge als auch neue Trends im Bereich Erotik und Lifestyle. 30.000 Besucher nahmen die Möglichkeit, zu stöbern und zu genießen, wahr.

 

Fotografen und Kamerateams warteten schon. Unter Blitzlichtgewitter posierten Modelle und Darstellerinnen leichtbekleidet auf der Eingangstreppe. Ich überprüfte noch einmal den Sitz meines grünen Latexfracks, den ich mit Nylonstrümpfen und High Heels kombiniert hatte, und gesellte mich zu ihnen. Mit den Stars der Venus war die Messe eröffnet.

 

Für mich war es die erste Venus. Ich hatte fest zugesagt an allen vier Messetagen anwesend zu sein. Unzählige Autogrammkarten lagen für den interessierten Besucher bereit. Und so ließ ich den ersten Messetag gespannt auf mich zu kommen.

 

Immer wieder kamen Menschen auf mich zu und baten mich um Autogrammkarten. Manche brachten ein ausgedrucktes Foto von mir mit und ließen sich diese signieren. Die Eddings in den passenden Farben zum Bild hatten sie auch dabei. Süß. Es war interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Menschen sein können. Die einen waren klassische Autogrammjäger, denen es gleich ist, von wem die Signatur geschrieben ist, Hauptsache viele. Sie baten dann auch gleich um mehrere Karten, für die Kumpels Zuhause, was ich schon ziemlich schräg fand.

 

Andere kamen, weil sie ein paar Fragen stellen wollten, aber nicht wussten, wie sie es anstellen sollten. Die Frage nach einer Autogrammkarte half ihre Schüchternheit zu überwinden. So kamen wir ins Gespräch. Erstaunlich fand ich es auch wie viele Frauen und Pärchen zu mir gekommen sind. Auf interessierte Menschen einzugehen, ist mir besonders wichtig. Es ist mir ein Bedürfnis auch dem ‚Normalo‘ zu zeigen, dass BDSM nicht immer brutal und düster ist. In meinen Augen ist es vielmehr eine farbenfrohe, ehrliche Welt, in der alles mit sehr viel Respekt passiert. So sollte es zumindest sein.

 

Was mich sehr geehrt und erfreut hat, war, dass viele Fans gezielt zu mir gekommen sind, um mit mir ein Foto zu machen. Um Ihrem begehrten Fetisch Modell einmal ganz nah sein zu können. Dabei war es mir eine Freude, den Fan für das Bild neben mir in die Knie zu zwingen. Dies sorgte nicht selten bei Nicht-SMlern für ein schadenfrohes Gelächter, das aber verstummte, als ich ihnen mitteilte, dass sie die nächsten seien.

 

Die Tage waren lang, die Outfits aufwendig, die High Heels irgendwann schmerzhaft. Gut, dass ich mir schnell einen qualifizierten Fußsklaven organisiert hatte, welcher mich regelmäßig an unserem Stand mit Massagen verwöhnte.

 

Aber die Zeit ging schnell vorbei. Neben diversen Interviews, einem Fotoshooting, einem kurzen Video Clip für und mit Michaela Schäfer, eine spontane Showeilage am Stand mit sexy Anastacia Lux, buchte mich die ‚Venus‘ als ‚Walking Act‘ für die legendäre B2B Party am Freitagabend nach der Messe in der ‚Puro Sky Lounge‘ über den Dächern Berlins. Als strenge Zirkusdirektorin in Latex betrachtete ich insgeheim die Location als meine Manege und war der Hingucker des Abends.

 

So war die Venus ein spannendes Erlebnis. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, mein Netzwerk erweitert und viel Spaß gehabt. Und ein Satz, den ich von einem jungen Fan hörte, wird mir in Erinnerung bleiben: ‚Wenn ich irgendwann im Lotto gewinne, dann fahre ich sofort nach Köln zu Miss Peel.‘

 

Ich freue mich schon jetzt auf die Venus 2017. Vieles, spannendes ist in Planung. Der Fetischbereich der Messe wird stark erweitert und in neuem Glanz erscheinen.

 

Soviel sei gesagt, ich werde meinen Teil dazu beitragen.

Lasst Euch überraschen!

 

 

 

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