Wie Miss Peel unmerklich völlige Kontrolle über mich erlangte.

 

 

Ich sitze alleine in einer Hotelbar etwas abseits auf einer Couch. Zwei Tische vor mir sitzt ein Mann quer zu mir, mit dem Blick Richtung Bar und Eingang. Ansonsten ist nur noch die Bardame anwesend.

 

Als eine traumhafte Blondine den Raum betritt, bleibt mein Blick sofort an ihr hängen. Sie trägt einen knielangen, engen Businessrock aus schwarzem Leder. Dazu schwarze Nylons, High Heels und eine weiße Satinbluse. Darüber einen schwarzen Ledermantel. Unsere Blicke treffen sich, während sie auf den Mann zugeht. Ihr überlegenes Lächeln läßt meine Knie sofort weich werden. Zum Glück sitze ich. Sie setzt sich dem Mann gegenüber, mit dem Rücken zur Bar. Erst jetzt läßt sie ihren Blick von mir ab. Ich kann meinen jedoch nicht von ihr abwenden.

 

Die beiden unterhalten sich miteinander. Dabei fällt auf, dass sie sehr entspannt und souverän ist, er jedoch sehr nervös wirkt. Zwischendurch sieht sie immer wieder mit diesem überlegenen Lächeln zu mir und ich werde auch zunehmend nervöser. Sie weiß offenbar genau um ihre Wirkung.

 

Nach einigen Minuten stoppt die Unterhaltung der beiden. Sekunden vergehen ohne ein Wort. Sie sieht ihm nur direkt in die Augen, bis er den Blick senkt und ihr seine Arme entgegen hält. Sie greift in ihre Handtasche und holt ein paar Handschellen heraus. Als diese um die Handgelenke des Mannes einrasten, sieht sie wieder zu mir herüber. Ich bin wie hypnotisiert. Die beiden stehen auf und sie legt ihm sein Jackett über die Handgelenke. All das ist von der Bar aus nicht zu erkennen.

 

Nun kommt sie auf mich zu, bleibt direkt vor mir stehen und sieht mich von oben herab an. ‚Du kannst deinen Blick ja gar nicht mehr von mir abwenden. Gefällt dir was du siehst?‘ Noch bevor ich antworten kann, beantwortet sie die Frage selbst. ‚Ich weiß das es dir gefällt.‘ Mit diesen Worten bückt sie sich zu mir herunter und legt mir eine Serviette, mit einer Adresse und Uhrzeit auf den Tisch. Ihr Parfum vernebelt mir förmlich die Sinne. ‚Sei pünktlich.‘ Mit diesen Worten dreht sie sich um und führt den Mann aus der Bar.

 

Pünktlich klingle ich bei der angegebenen Adresse. Ich höre hinter der Tür Absätze von High Heels näher kommen. Sie öffnet die Tür …

 


 

Das erste Treffen mit der blonden Lady vor ein paar Wochen in der Hotelbar, war kein Zufall. Ich war einer bislang unbekannten Organisation auf der Spur, die es offenbar auf einflussreiche Männer abgesehen hatte und diese blonde Frau schien dabei eine zentrale Rolle zu spielen.

 

So kam es zum ersten Aufeinandertreffen mit Miss Peel in der Bar, bei dem ich ihre ‚Einladung‘ auf der Serviette bekam und dieser auch folgte. Nach diesem Treffen in ihrem Reich brauchte ich einige Tage um wieder klar denken zu können.

 

Ich fing an meine Ermittlungen auf Miss Peel zu konzentrieren. Offenbar war sie der Kopf einer Geheimorganisation von Dominas die im ganzen Land aktiv war. Sie hatten bereits hunderte von einflussreichen Männer in ihren Fängen. Darunter Geschäftsführer, Politiker, Anwälte und Richter. In diversen Firmen waren die Dominas sogar schon Teil der Geschäftsführung geworden. Ihr Einfluß war bereits enorm.

 

Um aber in allen Bereichen der Gesellschaft ihre Macht auszubauen, war auch der ‚normale‘ Mann Ziel der Dominas. Miss Peel war dieses Jahr das Gesicht der Kinky Venus. Auf diese Weise lockte sie noch mehr Männer in ihr Netz. Das Vorgehen war immer das Gleiche. Verführen, einspinnen, abhängig machen.

 

Was mir fehlte, waren handfeste Beweise. Das zweite Treffen wollte ich dafür nutzen diese zu finden. Ein folgenschwerer Fehler. Meine Ermittlungen waren ihr natürlich nicht verborgen geblieben.

 

So klingelte ich wieder an ihrer Tür, hörte die Schritte von High Heels und wurde hineingelassen. Nachdem die Tür hinter mir ins Schloß gefallen war kam sie langsam auf mich zu. Vollständig in Leder gekleidet. Dann drückt sie mir einen mit ihrem Champagner getränkten Nylon in mein Gesicht. Augenblicklich vernebelt mir ihr Duft meine Sinne. Meine Gegenwehr dauert nur wenige Sekunden. Ich wurde kraftlos und meine Muskeln fühlen sich an wie gelähmt. Sie stopfte mir den Nylon in den Mund und befahl mir mich komplett zu entkleiden. Danach legte sie mir wieder das Halsband an.

 

Sie wußte über mich Bescheid und hatte mich in die Falle gelockt. Dieses Mal war ich jedoch nicht nur zu ihrem Spaß hier, sondern um von ihr abhängig und hörig gemacht zu werden. Sie begann mit der Gehirnwäsche und ich hatte keine Chance mehr ihr zu entkommen. So schaltete sie den einzigen Agenten aus, der von der Existenz ihrer Geheimorganisation der Dominas und ihren Plänen wußte.

 


 

Das zweite Treffen mit Miss Peel hatte mir schwer zugesetzt. Sie hatte mich enttarnt und einer Gehirnwäsche unterzogen. Als Agent war ich darauf trainiert, derartigen Manipulationen zu widerstehen. So war es mir möglich nach dieser Begegnung mit Miss Peel wieder zu mir zu finden. Allerdings brauchte es nahezu zwei Wochen. Das allein war schon ein Indiz für die Intensität, mit der Miss Peel vorgegangen war.

 

Das letzte Treffen lang inzwischen ca. 4 Wochen zurück, als ich eine Mail von ihr bekam. Sie kündigte mir darin ein Foto auf ihrer Website an. Einige Tage später sah ich das Foto, das seine Wirkung nicht verfehlte. Dabei wurde mir klar, daß sie tiefere Spur in meiner Psyche hinterlassen hatte, als ich mir eingestehen wollte.

 

Jedoch konnte ich weiterhin klar denken. Sie wußte nicht, daß sie mich noch nicht völlig unter Kontrolle hatte. Das war meine Chance. Ich mußte sie beim nächsten Treffen nur in dem Glauben lassen, daß sie Erfolg gehabt hatte und ich ihr hörig war. Irgendwie würde ich dann schon an die Beweise kommen, mit denen ich Miss Peel's Geheimorganisation auffliegen lassen konnte.

 


 

Ich klingelte das dritte Mal an ihrer Tür. Und wieder hörte ich ihre Absätze hinter der Tür näher kommen. Kurz überlegte ich, ob mein Plan funktionieren würde. Doch da öffnete sich auch schon die Tür. Jetzt gab es kein Zurück mehr.

 

Wieder fiel die Tür hinter mir ins Schloß. Sie lächelte und kam auf mich zu. Sie war vollständig in Leder gekleidet. Rock, Oberteil, Handschuhe. Die Beine in traumhaften Nylons gehüllt und natürlich auch wieder High Heels. Mit einem überlegenen Lächeln sagte sie. ‚Du erinnerst dich. Männer regieren die Welt. Frauen regieren die Männer!‘

 

Diese Worte schienen einen Schalter in meinem Kopf umzulegen. Sie hatte mir diese Worte beim letzten Mal ins Ohr geflüstert und ich hielt es nur für einen Spruch, den sie im Moment ihrer Überlegenheit sagte.

 

Ohne ein weiteres Wort fing ich an mich vollends zu entkleiden und ging dann vor ihr auf die Knie. Sie lachte. ‚Hast du tatsächlich gedacht, ich wüßte nicht, dass du darauf trainiert bist, psychischen Manipulationen zu widerstehen? Tja, aber gegen meine Hypnose konntest du dich nicht wehren …‘

 

In der Hand hielt Sie einen Nylon, den sie jetzt mit ihrer körpereigenen Droge, ihrem Champagner, tränkte und mir dann in den Mund stopfte. ‚Eine zweite Gehirnwäsche innerhalb weniger Wochen kann auch der beste Agent nicht überstehen. Heute werde ich dich zu meinem Sklaven machen!‘

 

Ich wurde auf einer Art Stuhl fixiert. Arme, Beine, Kopf. Der Nylon wurde durch einen Schlauch ersetzt, an dessen anderem Ende sich ein Gefäß mit ihrer Droge befand. Langsam aber kontinuierlich mußte ich sie in mich aufnehmen. Miss Peel nahm jetzt auch aus meinem Inneren heraus von mir Besitz.

 

Dazu immer wieder Tease & Denial, ihr Duft und ihre unglaubliche Rhetorik. Sie hatte auch einen Weg gefunden, damit ich mich völlig entspannte. Und schließlich fand auch das schwarze Teil endlich seinen Platz.

 

Sie hatte gewonnen. Ich war nur noch eine Marionette. Ihre Marionette. Ihr Sklave. Mein neues Leben unter der Herrschaft von Miss Peel, meiner Herrin, hatte begonnen. Und das ließ sie mich auch direkt bei der Verabschiedung spüren.

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